Trockene Heizungsluft kann Furniere anheben, Fugen öffnen und alte Leime belasten. Halten Sie die relative Luftfeuchtigkeit stabil zwischen vierzig und fünfundfünfzig Prozent, nutzen Sie Schalen mit Wasser oder leise Luftbefeuchter, und prüfen Sie Spannungsrisse wöchentlich. Ein weiches Tuch mit wenig Wachs schützt, ohne die Oberfläche zu überladen oder alte Polituren zu ersticken.
Wenn Fenster häufiger offenstehen, lagern sich Pollen und feiner Staub in Profilen, Schnitzereien und Schlüsselschildern ab. Arbeiten Sie mit weichem Pinsel, Mikrofasertuch und minimaler Feuchte, stets nachpolieren. Öle und Polituren sparsam, punktuell. Achten Sie auf neue Holzgerüche oder leises Knacken – häufige Zeichen beginnender Holzbewegung nach längerer Trockenperiode.
Hitze, Feuchte und Abrieb entstehen beim gemeinsamen Essen. Nutzen Sie Korkuntersetzer, atmungsaktive Moltons und strukturierte Tischläufer, die Luft zirkulieren lassen. Entfernen Sie Krümel trocken, nie scheuern. Wasserflecken zuerst mit Wärme und Geduld behandeln, nicht mit aggressiven Mitteln. So bleibt die Deckfläche eben, die Politur durchlässig, die Patina tief statt grau verhärtet.
Historische Rollen können Parkett eindrücken und Schwingungen übertragen. Legen Sie transparente Schutzmatten oder große Filzflächen, kontrollieren Sie Druckpunkte halbjährlich. Beim Verschieben stets heben, niemals ziehen. Prüfen Sie Schrauben in Rollenböcken, ölen Sie Achsen sparsam. Ein gerader Stand entlastet Verbindungen, verhindert Schaukeln und stoppt das langsame Ausschlagen kostbarer, nicht ersetzbarer Zapfenlöcher.






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